Zusammenfassung
Die Energiewende in Deutschland verfolgt das Ziel, eine nachhaltige und klimaverträgliche Energieversorgung zu gewährleisten. Dazu sollen die CO₂-Emissionen deutlich reduziert und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringert werden. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde im Jahr 2023 die wohl weitreichendste energiepolitische Novelle seit Jahrzehnten verabschiedet. Einen zentralen Baustein bildet das Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG), das konkrete Ausbauziele für die Windenergienutzung festlegt: Bis Ende 2027 sollen die Bundesländer 1,4 % der Landesfläche für die Windenergie an Land ausweisen, bis Ende 2032 sogar 2 %. Die Flächenausweisung erfolgt im Rahmen der Regional- und Bauleitplanung. Die Umsetzung dieser Ziele ist jedoch mit raumplanerischen Herausforderungen verbunden. Es stellt sich die Frage, welche rechtlichen und praktischen Konsequenzen sich ergeben, wenn die festgelegten Flächenziele nicht erreicht werden. Zudem wird diskutiert, inwiefern eine integrierte, flächenbezogene Steuerung von Windenergie und Photovoltaik sinnvoll sein könnte, um regionale Unterschiede besser zu berücksichtigen, Synergien zu nutzen und die Flächennutzung insgesamt effizienter zu gestalten.
Summary
The energy transition in Germany aims to ensure a sustainable and climate-friendly energy supply. To this end, CO₂ emissions are to be significantly reduced and dependence on fossil fuels minimised. With the Renewable Energy Sources Act (EEG), one of the most far-reaching energy policy reforms in decades was adopted in 2023. A key component is the Wind Energy Area Requirements Act (WindBG), which sets out specific deployment targets for wind energy use: by the end of 2027, the federal states are to designate 1.4 % of their land area for onshore wind energy, and by the end of 2032 as much as 2 %. The designation of these areas takes place within the framework of regional and land-use planning. However, the implementation of these targets is associated with spatial planning challenges. The question arises as to what legal and practical consequences may follow if the specified land allocation targets are not met. There is also discussion as to the extent to which an integrated spatial planning approach to wind energy and photovoltaics might be beneficial in order to better account for regional differences, exploit synergies, and make land use more efficient overall.
Die PDF wird etwa 2 bis 3 Wochen nach Erscheinen der zfv zum Download zur Verfügung gestellt.
