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zfv 3/2026

zfv 3/2026
(Printversion vergriffen, PDF-Downloads weiterhin kostenfrei erhältlich)
Inhalt
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  • Jürgen Müller

Geodäsie »the missing link«

Editorial | Die Geodäsie wird oft als Dienstleister oder Service-Disziplin bezeichnet, was bisweilen sogar leicht despektierlich klingt. Tatsächlich liefern wir nicht nur sehr gute Messungen, sondern zugehörige essenzielle Qualitätsmaße, um diese bewerten zu können und auch für andere korrekt nutzbar zu machen. Und das ist nicht alles: In vielen Fällen erfolgt die Verwertung und Interpretation der Daten durch Geodäten selbst, durchaus auch in interdisziplinärer Kooperation. Dabei werden oft innovative Strategien entwickelt und neue Anwendungsszenarien eröffnet. Ein gutes Beispiel ist die Nutzung geodätischer Daten, etwa um klimabedingte Änderungen zu erfassen und zu verstehen oder sogar einen Schritt weiter, um gezielte Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln und auch umzusetzen. Ohne relevante Geodaten und geodätische Expertise wäre vieles überhaupt nicht möglich. Daher ist es nicht überheblich zu sagen, dass die Geodäsie den »missing link« für etliche An­wendungen liefert.

 

  • Editorial
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  • Erschienen in: zfv 3/2026
  • Erste Seite: 127
  • Martin Bünnagel

Volte beim Netzausbau

Geodäsie im FOKUS | Überlandleitung versus Erdkabel: Nach einer vom Bundeskabinett Ende April dieses Jahres beschlossenen Gesetztes-Novelle soll der weitere Netzausbau in Deutschland nur noch oberirdisch erfolgen – der Bau von Erdkabelleitungen gilt als zu teuer. Ein Blick auf die Stromtrasse SuedLink zeigt die Komplexität der unterirdischen Projekte auch für die Geodäsie.

 

  • Geodäsie  Fokus  Küstenschutz  Klima  Erdbeobachtung  Meeresspiegel  Celsius  Glazialisostatisches Adjustment  GIA
  • Link zum Download: Beitrag downloaden
  • Nutzungsbedingungen
  • Erschienen in: zfv 3/2026
  • DOI: 10.12902/zfv-0560-2026
  • Erste Seite: 130
  • Letzte Seite: 131
  • Heiner Kuhlmann,  Bertold Witte,  Ines Barczewski

150 Jahre Geodäsie in Bonn

Zusammenfassung

Die Geodäsie in Bonn blickt auf eine 150-jährige bewegte Geschichte zurück. Mit dem Sommersemester 1876 bot die Landwirtschaftliche Akademie in Bonn-Poppelsdorf den preußischen Feldmessern die Möglichkeit, ihre Ausbildung umfassend zu erweitern.

In diesem Beitrag wird die Entwicklung von 1876 bis heute dargestellt. Wesentliche Zeitmarken dieser Entwicklung waren nach dem Beginn im Jahr 1876:

– 1882 die Einführung eines viersemestrigen Studiums für die Ausbildung der öffentlich anzustellenden Landmesser.

– 1919 Umwandlung in die Poppelsdorfer Landwirtschaftliche Hochschule und die spätere Eingliederung in die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn als eigene Fakultät (1934).

– Wachstum des Hochschulbereiches in der Bundesrepublik ab Mitte des 20. Jahrhunderts mit Ausbau des geodätischen Studienganges.

– Wettbewerb der Hochschulen ab Mitte der 1990er Jahre mit Einführung der gestuften Studiengänge (Bologna-Prozess) und nachfolgender Neuorientierung der Forschung sowie dem Aufbau weiterer, internationaler Studiengänge.

Das heutige Institut für Geodäsie und Geoinformation (IGG) der Universität Bonn ist durch seine nachgewiesene Stärke in der Forschung profilgebend für die Universität Bonn. Die aktuelle Forschung ist in allen Studiengängen des Instituts ein wichtiger Baustein, aber auch die Praxisnähe in der Ausbildung der Geodätinnen und Geodäten spiegelt sich im aktuellen Lehrportfolio durch Kooperationen mit Praxispartnern wie Verwaltungen, Vermessungsbüros und Unternehmen wider. Dies bietet eine gute Basis sowohl für die Ausbildung zukünftiger Studierender als auch das Bestehen im universitären Wettbewerb.

 

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  • Universität  Studium  Geschichte  Forschung  Entwicklung  university  study  history  research  development
  • Nutzungsbedingungen
  • Erschienen in: zfv 3/2026
  • DOI: 10.12902/zfv-0557-2026
  • Erste Seite: 132
  • Letzte Seite: 142
  • Markus Muhler

FLURNEUORDNUNG.KANN.KLIMA – Die Flurneuordnung in Baden-Württemberg setzt den Fokus auf Klimaschutz und Klimawandelfolgenanpassung

Zusammenfassung

Die Flurneuordnung ist ein geeignetes Instrument, um den ländlichen Raum bei der Anpassung an die Klimafolgen zu unterstützen. In einem Verfahren sind sämtliche privaten und öffentlichen Landeigentümer Teilnehmer. Die Teilnehmenden wirken aktiv im Verfahren mit und können Maßnahmen anregen. Die Flurneuordnung unterstützt und fördert die Umsetzung in Zusammenarbeit mit den Teilnehmenden. Das Ergebnis sind verbesserte landwirtschaftliche Strukturen, ökologische Aufwertungen und eine gestärkte Biodiversität. Der Beitrag stellt die neuen Klimaverfahren in Baden-Württemberg vor und beschreibt Ansatz, Vorgehen und Wirkungen im Überblick.

Siehe auch zfv 3/2026, Helfert

 

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  • Flurneuordnung  Klimawandel  Klimaresilienz  Kulturlandschaft  Klimaschutz  Klimaanpassung  land consolidation  climate change  climate resilience  cultural landscape  climate protection  climate adaptation
  • Nutzungsbedingungen
  • Erschienen in: zfv 3/2026
  • DOI: 10.12902/zfv-0550-2026
  • Erste Seite: 143
  • Letzte Seite: 146
  • Christian Helfert

Biberkonflikte in unserer Kulturlandschaft – ein nachhaltiger Lösungsansatz durch Flurbereinigung

Zusammenfassung

Mit dem Einwandern des Bibers in Baden-Württemberg kommt es in der intensiv genutzten Kulturlandschaft zu regelmäßigen Konflikten zwischen Bibern, Eigentümern und Landwirten. In einem Flurbereinigungsverfahren am Tobelbach bei Oberwachingen, Gemeinde Uttenweiler, Landkreis Biberach, wurde dieser Konflikt nachhaltig gelöst, und es wurden darüber hinaus vielfältige naturschutzfachliche und wasserwirtschaftliche Ziele erreicht. Am Tobelbach entstand eine naturnahe Schwammlandschaft, die Mensch und Biber gleichermaßen nützt, die resilienter gegenüber Folgen des Klimawandels ist und die die umliegende Kulturlandschaft schützt.

Siehe auch zfv 3/2026, Muhler

 

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  • Biber  Biodiversität  Klimawandel  Schwammlandschaft  Landwirtschaft  Kulturlandschaft  beaver  biodiversity  climate change  sponge landscape  agriculture  agricultural landscape
  • Nutzungsbedingungen
  • Erschienen in: zfv 3/2026
  • DOI: 10.12902/zfv-0549-2026
  • Erste Seite: 147
  • Letzte Seite: 155
  • Sonja Bauer

Die Energiewende in Deutschland: Raumplanerische Herausforderungen bei der Implementierung von Windenergieanlagen

Zusammenfassung

Die Energiewende in Deutschland verfolgt das Ziel, eine nachhaltige und klimaverträgliche Energieversorgung zu gewährleisten. Dazu sollen die CO₂-Emissionen deutlich reduziert und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringert werden. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde im Jahr 2023 die wohl weitreichendste energiepolitische Novelle seit Jahrzehnten verabschiedet. Einen zentralen Baustein bildet das Windenergieflächenbedarfsgesetz (WindBG), das konkrete Ausbauziele für die Windenergienutzung festlegt: Bis Ende 2027 sollen die Bundesländer 1,4 % der Landesfläche für die Windenergie an Land ausweisen, bis Ende 2032 sogar 2 %. Die Flächenausweisung erfolgt im Rahmen der Regional- und Bauleitplanung. Die Umsetzung dieser Ziele ist jedoch mit raumplanerischen Herausforderungen verbunden. Es stellt sich die Frage, welche rechtlichen und praktischen Konsequenzen sich ergeben, wenn die festgelegten Flächenziele nicht erreicht werden. Zudem wird diskutiert, inwiefern eine integrierte, flächenbezogene Steuerung von Windenergie und Photovoltaik sinnvoll sein könnte, um regionale Unterschiede besser zu berücksichtigen, Synergien zu nutzen und die Flächennutzung insgesamt effizienter zu gestalten.

 

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  • Energiewende  Windenergieanlagen  Flächenbeitragswerte  Ausbauziele  Raumplanerische Steuerung  energy transition  wind turbines  land allocation targets  expansion targets  spatial planning regulation
  • Nutzungsbedingungen
  • Erschienen in: zfv 3/2026
  • DOI: 10.12902/zfv-0556-2026
  • Erste Seite: 156
  • Letzte Seite: 167
  • Andreas Hendricks,  Karl-Heinz Thiemann

Ermittlung des Verkehrswerts von Solarenergieflächen in der Agrarlandschaft

Zusammenfassung

Der Artikel stellt eine Systematik zur Ermittlung des Verkehrswerts von Solarenergieflächen auf Grundlage der kapitalisierten Nutzungsentgelte vor. Hierzu wird zunächst ein Überblick über den Flächenbedarf, die planerische Steuerung, die Förderpolitik und die zur Verfügung stehenden Flächen gegeben. Bezüglich der Wertermittlung wird grundsätzlich unterschieden zwischen bereits bestehenden Standortflächen und möglichen Gebieten mit zukünftiger Nutzung. Die tatsächliche oder mögliche Nutzung der Solarenergie wird als besonderes objektspezifisches Grundstücksmerkmal im Sinne der Immobilienwertermittlungsverordnung betrachtet und über die Kapitalisierung der Nutzungsentgelte quantifiziert. Im Fall einer zukünftigen Nutzung ist zudem die Wartezeit angemessen zu schätzen und über eine Diskontierung zu berücksichtigen.

Siehe auch zfv 6/2025, Thiemann/Hendricks
Siehe auch zfv 2/2026, Thiemann/Hendricks

 

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  • Solarenergiefläche  Verkehrswert  Planung  Standortflächen  Solarenergieerwartungsland  solar energy area  market value  planning  site areas  solar energy expectation land
  • Nutzungsbedingungen
  • Erschienen in: zfv 3/2026
  • DOI: 10.12902/zfv-0553-2026
  • Erste Seite: 168
  • Letzte Seite: 182
  • Mathias Meißies,  Lars Schwarz

PPP-RTK auf dem Prüfstand: Feldtests in Brandenburg und Berlin

Zusammenfassung

Neben dem etablierten Satellitenpositionierungsdienst der deutschen Landesvermessung (SAPOS) existieren auch weitere Positionierungsdienste. Durch die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) wird seit 2025 ein PPP-RTK-Dienst angeboten.

In den Bundesländern Berlin und Brandenburg wurden in Feldtests Vergleiche zwischen SAPOS HEPS und dem PPP-RTK-Dienst der AdV durchgeführt. Es wurden zwei unterschiedliche Ansätze im Aufbau der Tests verwendet. Die Nutzung einer Feldausrüstung, die aktuell auch im vermessungstechnischen Außendienst für GNSS-Messungen eingesetzt wird, stand dabei im Mittelpunkt.

Ziel war es, die mit PPP-RTK-Messungen erreichten Ergebnisse mit denen aus SAPOS-Messungen zu vergleichen. Bis auf wenige Ausnahmen liegen die PPP-RTK-Messungen im gleichen Genauigkeitsbereich, der für SAPOS HEPS angegeben wird.

 

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  • GNSS-Rover  PPP-RTK  GEPOS  SAPOS  amtlicher Raumbezug  GNSS Rover  official spatial reference
  • Nutzungsbedingungen
  • Erschienen in: zfv 3/2026
  • DOI: 10.12902/zfv-0555-2026
  • Erste Seite: 183
  • Letzte Seite: 190

Berichte und Informationen aus dem Fachgebiet

Aktuelles und Neues über nationale und internationale Fachveranstaltungen und Fachmessen, aus Lehr- und Forschungsstätten sowie aus Verwaltung und Wirtschaft, Personalien und Buchbesprechungen über aktuelle Neuerscheinungen aus dem gesamten Fachgebiet

  • Berichte  Tagungen  Geburtstage  Nachrufe  Buchbesprechungen
  • Link zum Download: Beitrag downloaden
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  • Erschienen in: zfv 3/2026
  • Erste Seite: 191
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