Am 25. Mai 2018 jährte sich der Beginn der Landesvermessung in Baden-Württemberg zum 200. Mal. Die Württembergische Landesvermessung (1818–1840) steht dabei stellvertretend für den Aufbau eines amtlichen Kataster- und Kartenwesens, wie es sich im 19. Jahrhundert in allen deutschen Ländern entwickelt hat. Während die Vermessung damals primär der Schaffung eines Katasters als einheitliche Besteuerungsgrundlage und der Herausgabe eines flächendeckenden Landeskartenwerks diente, sind Landesvermessung und Liegenschaftskataster im heutigen Baden-Württemberg Garant für die Sicherung des Grundeigentums und fachneutrale Grundlage für vielfältige zukunftsrelevante Anwendungen. Das baden-württembergische Vermessungswesen hat sich in diesem Zeitraum stets entlang der politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen organisatorisch, fachlich und technologisch weiterentwickelt. Neueste Messtechniken und interoperable Geodaten in amtlicher Qualität sind für die Daseinsvorsorge in einer digitalen und vernetzten Zukunft gefragter denn je. In nationalen und internationalen Kooperationen setzt sich Baden-Württemberg für eine Geodateninfrastruktur ein, die sich auf die hochwertigen Geobasisdaten der Landesvermessung und des Liegenschaftskatasters stützt. In Zeiten hoher Dynamik wird die Relevanz der Vermessungs- und Geoinformationsverwaltung konsequent weiter ausgebaut und deren digitale Zukunft forciert. Der Beitrag zeigt die Entstehung, die Entwicklung und die Bedeutung des baden-württembergischen Vermessungswesens auf.